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Hettling/Echternkamp: Bedingt erinnerungsbereit

Manfred Hettling/Jörg Echternkamp (Hg.):

Bedingt erinnerungsbereit: Soldatengedenken in der Bundesrepublik Deutschland

Göttingen: Vandenhoeck & Rupprecht 2008 

Mit der Indienststellung des Ehrenmals der Bundeswehr am Berliner Bendlerblock sind die Fragen noch längst nicht beantwortet, zu deren Beantwortung das Ehrenmal einen Beitrag leisten will. In dieser Woche – vom 19. Bis 23. Oktober – bemühen sich die katholischen Militärseelsorger in der Bundeswehr unter Leitung von Militärbischof Walter Mixa bei ihrer jährlichen Gesamtkonferenz, diesmal in Berlin-Steglitz, um eine eigene Standortbestimmung. Dass die säkularisierte Symbolik des Bauwerks für den katholischen Theologen und Liturgen Probleme aufwerfen könnte, ist dabei durchaus im Blick, zumal der Architekt, Prof. Andreas Meck, die Meinung vertrat, er habe den Raum kirchenähnlich schaffen wollen. So werden die Militärgeistlichen und Pastoralreferenten wohl auf manches Problem im Hintergrund stoßen, das im oben angeführten Band schon deutlich angesprochen ist. 

(Rezension hier)

Politisches Engagement: Kriterien

Die Wahlen zum 17. Deutschen Bundestag sind entschieden 

Die Suche nach den Ursachen für Verluste und Gewinne der Parteien wird in den jeweiligen Parteizentralen -wahrscheinlich eher interessengeleitet als der Wahrheit nahekommend - professionell in die Wege geleitet. Sie dienen zumeist eher den eigenen Protagonisten und sind von ihren Ergebnissen her eher tauglich dafür, eigenen Versäumnisse schönzureden, zu vertuschen und machen erfahrungsgemäß den Weg frei für die Fortsetzung des Gewohnten und Bekannten.   Bislang werden Protagonisten eher ausgewechselt und Parteitage vorbereitet, die dann wiederum das Gewohnte und Bekannte bestätigen. Man stellt sich auf die durch den Wählerentscheid zugewiesene Rolle in politischem System ein. Regierung und parlamentarische Opposition – die Rollenverteilung ist bekannt. Was tut nun Not, um jenseits parteilicher Interessen und Machtkalkülen, einen Einblick in die Befindlichkeiten der deutschen Wählerinnen und Wähler zu gewinnen, “von denen alle Macht ausgeht” aber durch sie nicht unmittelbar ausgeübt wird? Gott Lob, denn dann könnte einem Angst und Bange werden. Also belassen wir es lieber beim parlamentarisch repräsentativen System. Wobei auch hier anzumerken ist, dass die Hälfte der Mitglieder des Deutschen Bundestages schon lange vor dem Wahltermin feststeht und noch niemand am Wahltag seine Kreuze gemacht hat. Landeslisten – und die durch Parteiführungen vorgegeben „sicheren“ Plätze - sind das Zauberwort, welches anspornt und zum leitenden Kriterium des eigenen Engagements wird.  

Ein erstes Kriterium: Wie steht es um die Parteien und der Parteienlandschaft in Deutschlandl? Nennen wir mal die Volksparteien zuvörderst. Zieht man die Ergebnissen der wissenschaftlichen Parteienforschung zu Rate, dann geht das sehr schnell: Allesamt sind sie Gerentologenparteien, von denen sich junge Erwachsene abwenden und ihre Interessen eher dort vertreten sehen, wo z. B. eine Piratenpartei mit 2 %  “nicht schlecht absahnt”  Junge Erwachsene wenden sich ferner ab, weil ihnen die Rituale der Willens- und Entscheidungsfindung suspekt geworden sind. Sie erkennen sehr schnell, dass es dabei weniger um die Sache geht, sondern um Anderes, welches im Geheimen und Verborgenem bleibt. Zumeinst wird eine Sache vorgeschoben - aber auf den zweiten vertiefenden Blick geht es um Anderes. Also kann der Schluss gewagt werden: Parteiarbeit hat nichts mit einer Sache -zum Wohle des höheren Ganzen - zu tun. Worum es eigentlich geht, das wird nach dem Ende der Vorstandssitzungen  „an der Theke und beim Bier” dann doch bekannt. Also: der Platz des Eigentlichen ist die “Theke” und nicht der nach den Statuten einer Partei vorgesehen.Welche Schlüsse ziehen junge Erwachsene daraus? 

Ein zweites Kriterium: Wer transportierte wie und in welcher Art und Weise eigene Politikerfahrungen transparent und  zugunsten jüngerer weiter? Bleibt es bei dem wiederholten und ständigen Aufzählen von Anektoden, die eher Unterhaltungswert haben, als dass damit Einsichten in das Politische vermittelt werden? Politikerfahrung kann anhand einiger Paradigmen anschaulich gemacht werden. Dafür stehen Beispiele in der jüngeren Gesichte unseres Landes. Aber, Paradigmen erschöpft sich nicht in anekdotische Aussage. Anektoden sind ein „tool“, welches hinführen kann zum Eigentlichen des Politischen. Auch hier: welche Schlüsse ziehen junge Erwachsenen daraus, sofern Politik auf Anektoden reduziert.  

Ein drittes Kriterium: Was kann und was leisten heute schulische und außerschulische Bemühungen in der politischen Bildung. Und dies bitte jenseits des Streites um hessische, rheinlandpfälzische und nordrheinwestfälische Rahmenrichtlinien für den politischen Unterricht an den staatlichen Schulen. Was leistet die Bildungsarbeit der Stiftungen der Parteien, der Gewerkschaften, der großen Körperschaften und nicht zuletzt der Verbände in der Kirche. Dies gilt auch für katholische Jugendverbände in Deutschland, die mit staatlichen Förderprogrammen ausgestattet komfortable Voraussetzungen haben. 

Ein viertes Kriterium: Wie ist es um die Medien in Deutschland bestellt, die wegen „Quoten“ zunehmend mehr an inhaltlicher Substanz verlieren und alles zum „Talk“ verkümmern lassen. Der „Talk“ wird dann zum Politikersatz. Die Protagonisten aller Parteien wissen um die Wirkung und ziehen es vor, im „Talk“ mehr zu verlautbaren als in den parlamentarischen Orten, wo sie eigentlich hingehört. Politik und Medien  - in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit zu durchschauen und zu skandalieren ist dann notwendig, sofern in Talkrunden mit einem verantwortlichen Bundesminister alle weiteren drei bis fünf teilnehmenden Experten, verdeckt oder offen, in „Lohn und Brot“ des Haushaltsplanes des jeweiligen Bundesministers stehen.  Gibt es weitere Kriterien, die es erleichtern könnten, einen Einblick in die Befindlichkeiten der deutschen Wählerinnen und Wähler zu gewinnen und welche Konsequenzen wären zu ziehen? 

Verfasser:  Josef König, Berlin   

In eigener Sache!

Damit dieser Blog wirklich in´s Laufen kommt, muss auch die Umgebung aktiviert werden. Dazu gehört meine Website http://www.harald-oberhem.de. Das wird aber noch ein wenig dauern, nicht zuletzt aus technischen Gründen.

Funktionsfähig  hingegen ist nach wie vor die zum Dragon-Blog  gehörige Foto-Site, die mehr sein soll als ein Bildarchiv. Es geht hier eher um eine „Kommentierung“ oder Ergänzung zu den Beiträgen des Dragon-Blog.

Als Material-Sammlung kommt jetzt die Site http://www.blog-info.harald-oberhem.net dazu. Hier finden sich eigene Texte (oder solche, an deren Erarbeitung ich maßgeblich beteiligt war) zu den Bereichen Ethik, Rezensionen, Militärseelsorge, Bundeswehr und Einsätze.  Unter „Quellentexte“ sind solche Dokumente abgelegt, auf die Dragon-Blog Bezug nimmt, ohne dass sie an anderer Stelle im Internet greifbar wären.

Harald Oberhem

Jetzt öffnet sich wieder der Vorhang!

Endlich geht es weiter – und zwar mit Aussicht auf Durchhaltefähigkeit! Beruflich darf ich mich frei wie ein Vogel fühlen. Auch die nötige Zeit fehlt nicht. So darf ich also wieder einladen. Sofort soll es dann losgehen!

Willkommen - das Theater ist eröffnet!

Nachdem ich mich mühevoll durch die “Technik” hindurchgewuselt habe, freue ich mich auf die erste Vorstellung! Die Bühne ist aufgebaut, wenn auch die Darsteller sich quasi noch in den Kulissen bewegen. Damit meine ich die zugehörige Website, die zur Semantik von DragonBlog dazugehört (http://www.harald-oberhem.de). Das wird sich in wenigen Tagen geändert haben.Vorerst:welcome!