Endlich – ganz Deutschland, zumindest die Unions-Christen – spricht von IHM, dem KOMPASS. Mein erster Gedanke: herzlichen Glückwunsch, liebe KOMPASS-Redaktion –(Soldat in Welt und Kirche) - die Monatszeitschrift der Katholischen Militärseelsorge.

Auslöser war die Grundsatzrede der CDU-Bundesvorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Parteitag in Leipzig. 15 mal wurde der KOMPASS beschworen: als „festes Wertefundament“, als „Halt und Orientierung“, als „unabänderlich“, Inbegriff der „Grundwerte“ (mit seiner Hilfe „dienen.wir deutschland“ – eine Nation freiwilliger Wehrfreude. Glückwunsch, Lothar de Maiziere!).
Der Kompass „ist unveränderlich“, während die Zeiten sich verändern. Er – das „Wertefundament“ – bleibt. Er ist ein „fester KOMPASS“, ohne „dogmatisches Ideologieverständnis“ (Einheitssozialisten und Katholiken in einem Streich niedergemacht – unser KOMPASS!).

Und schließlich besteht der KOMPASS in „unserem christlichen Menschenbild“ und manifestiert sich in den „Erfolgen der Vergangenheit“.
Kurz: der Weg ist das Ziel!
Bisher waren wir der Meinung, der Kompass sei ein schlichtes Instrument, um Ziele anzupeilen und damit zu helfen, Werte zu verwirklichen. Die Zeiten haben sich wohl geändert. Beim angerufenen KOMPASS handelt es sich offensichtlich um einen Kreiselkompass, dem zwar keine magnetischen Missweisungen unterlaufen, der aber bei schnellen Eigenbewegungen völlig versagt.
Also war doch nicht das Militär-Bistumsblatt gemeint. Gar nicht schlimm! Dem KOMPASS von Josef König und Mitstreitern ist zu wünschen, dass sie im Interesse von Soldat in Welt und Kirche festen Boden unter den Füßen behalten.

KOMPASS-Redaktion (v.r.: Josef König, Jörg Volpers, Barbara Ogrinz) (Foto:KMBA/Eggen)