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24.2.2011 von dragonX6.
Wie heute von der Kurie des Militärbischofs und anderen zuständigen Stellen verlautbart, hat Papst Benedikt XVI. im Einvernehmen mit der Bundesregierung dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck (46) zusätzlich das Amt des Katholischen Militärbischofs übertragen.

Overbeck hat damit drei schwergewichtige Ämter inne: das des Ruhrbischofs - Arbeitermilieu, große muslimische Migrantenzahl und erhebliche strukturelle Verwerfungen; die Seelsorge in der Bundeswehr mit einer katholischen Minderheit von 56000 Soldaten und Soldatinnen – die Konfessionslosen (meist aus den Neuen Bundesländern) bilden die größte Gruppe - und die bischöfliche Verantwortung für das Hilfswerk der deutschen Katholiken für Lateinamerika ADVENIAT, wo es auch nicht mehr so katholisch zugeht.
Gesucht wurde ein Mann für neue Anfänge des Glaubens. Benedikt XVI., der erst kürzlich eine römische Zentralbehörde für die Neu-Evangelisierung errichtete, hatte Overbeck wohl besonders im Blick für Spezialaufgaben im Minenfeld des Säkularismus. Dazu gehört eine solide wissenschaftliche Ausbildung, eine echte wissenschaftliche Leistung in Dogmatik (mit einer Dissertation über die Anthropologie und Trinitätstheologie des berühmten evangelischen Theologen Wolfhart Pannenberg) und kraftvolle Motivation aus dem Glauben.

Nicht minder wichtig ist Overbecks Herkunft aus altem westfälischem Bauerngeschlecht.(Es muss nicht immer der Adel sein, wie etwa beim „Löwen von Münster“, Kardinal Graf von Galen) Der Hof der Familie, eine Pfarrkirche wie eine Burg,
und eine ehrliche, weit über Drewer bzw. Marl hinaus bekannte Kornbrennerei („Overbeck´s“) bürgen für Solidität und Stehvermögen.

Das Bischofswappen Overbecks kann als Bekenntnis gelesen werden.
So sei dem neuen Militärbischof und denen, die ihm anbefohlen sind, ein herzliches geistliches und weltliches „Glück auf!“ gewünscht.
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